Werner Luft wurde 1902 in Leipzig geboren und wuchs in Plauen auf.
Zu Beginn der 20er Jahre studierte er Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft (Universität der Künste Berlin, damals Kunstschule zu Berlin). Anschließend wirkte er von 1924-1926 als Dramaturg am Städtischen Theater Kiel. In dieser Stadt promovierte er auch in Theaterwissenschaften.
Als Autodidakt war er nach seinem Studium sehr vielseitig künstlerisch tätig, ab 1927 arbeitete er als Autor, Illustrator, als auch an Trickfilmen. Er verfasste eigene Bücher über Kunst und wirkte an mehreren Kunstzeitschriften mit.
Bis zu seinem Berufsverbot durch die Nationalsozialisten arbeitete er unter anderem an der Zeitschrift „neue linie“ mit, welche zwischen 1929 und 1943 erschien. Diese Zeitung, deren Redaktion in Berlin saß, wurde von Künstlern des Bauhauses kreiert, und thematisierte neben Alltäglichem vor allem Trends der Technik und Architektur speziell aus Bauhaussicht – was für damals ein neues radikales Konzept war.
Nicht nur seine eigenen Schriftstücke, wie das Buch Rauchringe, auch andere Bücher illustrierte er mit viel Hingabe und Talent, darunter Bücher wie „Grimms Märchen“, „Don Quichote“, der Abenteuerroman „Schelmuffsky“ oder Manzonis „Die Verlobten“.
Viele seiner Bilder sind in der Galerie Gurlitt in Berlin ausgestellt gewesen, zu deren Inhaber, Wolfgang Gurlitt, er durch seine künstlerische Tätigkeit ein freundschaftliches Verhältnis pflegte. Unter dem Nazi-Regime wurden seine Veröffentlichungen und Ausstellungen verboten. Ab 1945 war er als Kunsterzieher am Bismarck-Gymnasium Hamburg tätig.
Nach vielen Zeichnungen in gegenständlichem Stil – oft karrikaturistisch – während der 30er und 40er Jahre, änderte sich dieser dann hin zu einem abstrakterem Stil, welcher ab 1945 sein Schaffen zunehmend bestimmte.
Werner Luft starb 1978 in Hamburg.

